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Die Geschichte Dresden's


4000 v. Chr. Erste Niederlassungen auf dem linken Elbufer; ab 1400 v. Chr. beiderseits der Elbe.
Zur Zeitwende besiedeln Germanen die Region.
600 n. Chr. nehmen Slawen das Gebiet in Besitz.
6. Jh. v. Chr. Verschiede Stämme wandern durch den Elbraum, werden zeitweise ansässig. Die Region gilt als keltisch-germanisches Durchdringungsgebiet
1. Jh. n. Chr. Die germanischen Hermuduren gelangen zur Vorherrschaft
4. Jh. n. Chr. Nach dem Abzug der Germanen übernehmen sorbische Stämme friedlich von dem freigewordenen Land Besitz.
Viele der heutigen Flur-, Gewässer- und Ortsnamen gehen auf diese Zeit zurück.
10. Jh. König Heinrich I. unterwirft die Slawen.
929 kommt es zur Gründung der Burg Meißen
13. Jh. "Dresdene" wird 1206 erstmals urkundlich erwähnt, 1216 wird Dresden in einer anderen Urkunde als Stadt benannt.
14. Jh. Unter Markgraf Wilhelm I. entwickelt sich Dresden ab 1382 zur Residenzstadt.
1370 wird die Besiedlung und Bebauung der andern Uferseite, Altdresden, urkundlich erwähnt.
15. Jh. Dresden wird ständige Residenz der Wettiner. 1491 brennt fast die Hälfte der Stadt nieder. Neueste Ausgrabungen belegen für diese Zeit den Bau der ersten Elbbrücke an der Stelle der heutigen Augustusbrücke, deren Baubeginn bisher ins 13. Jh. datiert worden war.
16. Jh. Reformatorische Bestrebungen
1518 predigt Martin Luther in Dresden. Unter Herzog Heinrich dem Frommen wird 1539 der reformatorische Glauben eingeführt. Unter Herzog Moritz entwickelt sich Dresden zur führenden protestantischen Metropole.
1550 wird Altdresden - aus dem sich später die Neustadt entwickelt - eingegliedert.
17. Jh. Während des Dreißigjährigen Krieges wird Dresden geplündert. Ein Großbrand in Altdresden vernichtet zwei Drittel des Stadtteils.
1694 übernimmt Friedrich August I., August der Starke, die Regierung. Drei Jahre später wird er König von Polen.
Dresden entwickelt sich zur Kunst- und Kulturmetropole von europäischem Rang ("Elbflorenz").
18. Jh. Anfang des Jahrhunderts wird die Malerakademie, die spätere Dresdner Kunstakademie , gegründet.
1792 leben 46.000 Menschen in Dresden.
Im Siebenjährigen Krieb unterliegt Sachsen den Preußen. Große Teile der Altstadt werden zerstärt.
1785 vollendet Friedrich Schiller in Dresden im heutigen Schillerhäuschen in Loschwitz seine "Ode an die Freude".
19. Jh. Napoleon zieht 1807 in Desden ein. Ab 1830 finden bürgerliche Reformen in Sachsen statt. Der Dresdner "Mailaufstand" von 1849 wird blutig niedergeschlagen. Richard Wagner und Gottfried Semper müssen die Stadt danach verlassen.
Mitte des Jahrhunderts wird das Hoftheater (erste Semperoper) erbaut und die erste deutsche Eisenbahnfernverbindung von Leipzig nach Dresden wird eingeweiht.
Dresdens Entwicklung als Industriestadt (besonders Präzisionsmaschienenbau) beginnt.
In den siebzigern Jahren wird das Opernhaus (zweite Semperoper) nach einem Brand wieder errichtet und später wird die Brühlsche Terrasse mit dem Brühlschen Garten gebaut. Das Albertinum, die Kunstakademie und das Landtagsgebäude entstehen.
1902 Durch Eingemeindung von elf Vororten wächst die Einwohnerzahl auf 500.000.
1918 Absetzung der sächsischen Monarchie während der Novemberrevolution und Ausrufung der Republik.
1920 Dresden wird Hauptstadt des Freistaates Sachsen.
1933 Nationalsozialisten besetzen alle Schlüsselpositionen in der Stadt.
1945 In den Nächten vom 13. bis zum 15. Februar zerstören die Bomben anglo-amerikanischer Fliegerverbände die Stadt. Tausende Menschen sterben einen graumsamen Tod. Unwiederbringliche Kunst- und Kulturschätze gehen für immer verloren. Im Mai beginnt die Zeit der sowjetischen Besatzung.
1949 Gründung der DDR am 7. Oktober.
1952 Auflösung der Landesregierung Sachsen. Die DDR wird in Bezirke aufgeteilt, Dresden wird Hauptstadt des gleichnamigen Bezirks.
Der Neuaufbau des Stadtzentrums beginnt 1953 am Altmarkt .
1956 Rückgabe wertvoller Kunstsammlungen des Grünen Gewölbes , des Kupferstichkabinetts , der Gemäldegalerie Alte Meister und anderer Museen durch die Sowjetunion. Darunter befindet sich auch Raffaels "Sixtinische Madonna".
1965 Als erstes historisches Gebäude entsteht der Zwinger neu.
1985 Die dritte Semperoper wird nach neun Jahren Bauzeit mit Webers "Freischütz" wieder eröffnet. Im Jahr darauf beginnt der Wiederaufbau des Schlosses.
1989 Die Montagsdemonstrationen leiten in der DDR die friedliche Revolution und damit die "Wende" ein.
1990 Neubildung des Freistaates Sachsen mit Dresden als Hauptstadt. Bei den Landtagswahlen wird die CDU unter Kurt Biedenkopf stärkste Partei.
1993 Die Frauenkirche wird dank vieler Spenden der Dresdner und aus aller Welt aus ihren Trümmern wieder entstehen.
1995 Einweihung des neuen Glockenspiels im Zwinger. Das Taschenbergpalais ist als Hotel wieder aufgebaut.
1999 Baubeginn der "Gläsernen Manufaktur" der Volkswagen AG am Großen Garten . Das Sächsische Parlament stimmt der so genannten Fürstenabfindung zu:
Die Nachfahren der sächsischen Monarchen erhalten 48,5 Millionen DM Abfindung, diese besteht zum größten Teil aus Immobilien und beweglicher Habe.
2000 Das neue geschaffene Turmkreuz der Frauenkirche, in England originalgetreu nachgebildet, wird am Abend des 13. Februar feierlich übergeben.
2001 Am 9. November wird die neu errichtete Dresdner Synagoge feierlich eingeweiht.
2002 Nachdem Kurt Biedenkopf als Ministerpräsident zurückgetreten ist, folgt Georg Milbradt im Amt nach.
Im August kommt es durch die Überschwemmungen von Elbe und Weißeritz zu einer verheerenden Flutkatastrophe, die zahlreiche Stadtteile und Nachbarorte verwüstet. Die Altstadt steht tagelang unter Wasser und einige Stadtteile sind lange Zeit von der Außenwelt abgeschnitten. Die meisten Gebiete sind über Tage und Wochen hinweg ohne Wasser und Strom.
In einem kollektiven Kraftakt werden die Schäden in Rekordgeschwindigkeit beseitigt. Die meisten Kunstgüter in Museen, Zwinger und Semperoper sind von fleißigen Helfern vor dem Wasser gerettet worden.